Zurück zum BloguComply Product

Business Units: Compliance je Geschäftsbereich in einer uComply-Umgebung

uComply

Team uComply

Autor

September 10, 2026

Veröffentlicht

Immer mehr Organisationen bestehen aus mehreren Geschäftsbereichen. Denken Sie an eine Holding mit Tochtergesellschaften, einen Konzern mit Divisionen oder einen Dienstleister, der Compliance für verschiedene Marken verwaltet. Sie möchten eine zentrale Compliance-Umgebung — aber mit einer wasserdichten Trennung zwischen den Bereichen. Mit der neuen Funktion Business Units in uComply ist genau das möglich, ohne Abstriche bei der Sicherheit.

Das Problem: eine Umgebung, mehrere Wirklichkeiten

Eine große Organisation möchte in der Regel zwei Dinge gleichzeitig. Einerseits zentrale Kontrolle: dieselben Standards (zum Beispiel ISO 27001), ein Satz an Maßnahmen und ein konzernweiter Überblick für den CISO. Andererseits lokale Autonomie: Jeder Geschäftsbereich verwaltet seine eigenen Risiken, Vorfälle und Assets, und diese Daten müssen — und dürfen oft — für die anderen Bereiche nicht sichtbar sein.

Bislang musste man meist zwischen zwei unbequemen Optionen wählen. Entweder gab man jedem Geschäftsbereich eine eigene Umgebung — teuer, fragmentiert und schwer zentral zu steuern. Oder man legte alles in eine Umgebung und akzeptierte, dass jeder die Daten der anderen sehen konnte — ein reales Audit- und Datenschutzrisiko.

Business Units nimmt diese Wahl weg. Eine uComply-Umgebung, mehrere streng getrennte Compliance-Arbeitsbereiche, mit zentralen Standards, die geteilt bleiben.

Abschottung auf Plattformebene, nicht in der App

Das Wichtigste zum Verständnis: Die Trennung ist kein Filter in der uComply-App. uComply stützt sich auf das native Sicherheitsmodell von Microsoft Dataverse — Business Units, Sicherheitsrollen und Datensatzeigentum. Dataverse setzt diese Berechtigungen jederzeit auf Datenebene durch.

Dieser Unterschied ist für Enterprise-Organisationen entscheidend. Ein Risiko, das ein Mitarbeiter von Geschäftsbereich A erfasst, ist für Geschäftsbereich B unsichtbar — auch dann, wenn jemand versucht, die Daten auf einem anderen Weg zu erreichen: über eine eigene Power App, die Excel-Anbindung, einen Power-BI-Bericht oder direkt über die API. Die Grenze verschiebt sich also nicht mit dem Werkzeug, das jemand nutzt. Es ist dasselbe Microsoft-Sicherheitsmodell, auf dem auch Dynamics 365 läuft.

Für einen Auditor ist das ein starkes Argument: Die Datenisolierung ist kein Versprechen der Anwendung, sondern eine Eigenschaft der zugrunde liegenden Plattform.

Drei Rollen, eine klare Struktur

Der Aufbau folgt der vertrauten Baumstruktur von Dataverse. An der Spitze steht die Root-Business-Unit — die Holding selbst, mit den Holding-Mitarbeitern und dem Konzern-CISO. Darunter legen Sie für jeden Geschäftsbereich eine eigene Business Unit an.

Ab Solution-Version 1.0.0.215 liefert uComply drei Rollen mit, die genau dazu passen:

RolleFür wenWas sie sieht und kann
Basic user (BU)Mitarbeiter eines GeschäftsbereichsArbeit mit den eigenen Compliance-Daten, ausschließlich innerhalb der eigenen Business Unit
Security Officer (BU)Security Officer eines Bereichsvollständige Verwaltung von Risiken, Vorfällen und Assets — nur innerhalb der eigenen Business Unit
Holding CISOKonzern-CISO oder Konzern-AuditorLeserechte über alle untergeordneten Business Units hinweg, für den Konzernüberblick

Die bestehenden uComply-Rollen bleiben unverändert. Organisationen, die heute mit einer einzigen Umgebung arbeiten, bemerken nichts von dem Update, bis sie die Business Units selbst einrichten.

So funktioniert es in der Praxis

Nehmen wir eine Holding mit zwei Tochtergesellschaften: Nord und Süd.

  • Sarah arbeitet bei Nord als Security Officer (BU). Sie erfasst Risiken und Vorfälle, verknüpft Nachweise mit Maßnahmen und sieht ein vollständiges Bild — aber nur von Nord.
  • David arbeitet bei Süd mit einer Basic-user-(BU)-Rolle. Er sieht nur die Daten von Süd. Die Risiken von Nord existieren für ihn schlicht nicht.
  • Der Konzern-CISO bleibt in der Root und hat die Holding-CISO-Rolle. Sie sieht die Risiken und Vorfälle aller Bereiche zusammen, aber schreibgeschützt: Überblick, ohne in den Betrieb einzugreifen.
  • So erhält jeder genau den Blick, der zu seiner Rolle passt — die Arbeitsebene lokal, die Leitung aus der Vogelperspektive.

    Geteilte Standards, getrennte Arbeitsdaten

    Die Trennung gilt für die operativen Daten: Risiken, Vorfälle, Assets, Nachweise, Verbesserungsmaßnahmen und dergleichen. Die Referenzdaten — Standards, Klauseln und der Maßnahmensatz — bleiben hingegen für alle sichtbar. So arbeitet jeder Geschäftsbereich gegen dieselbe Norm, ohne dass Sie diese Norm pro Bereich duplizieren oder pflegen müssen.

    Arbeiten Sie mit mehreren Organisationen in einer Umgebung, erscheint auf den Listenansichten automatisch ein Organisationsfilter. Praktisch für Holding-Benutzer, die überall Zugriff haben: Mit einem Klick zoomen Sie auf einen einzelnen Bereich. Die eigentliche Abschottung ist davon unabhängig — dafür sorgt Dataverse über die Rollen, mit oder ohne Filter.

    Für wen ist das interessant?

    Business Units ist für Organisationen mit mehreren Abteilungen oder Einheiten gebaut, die Compliance ernst nehmen:

  • Holdings und Konzerne mit Tochtergesellschaften, die jeweils ihr eigenes Risikobild führen.
  • Große Organisationen, die nach Division oder Standort trennen, aber zentral berichten wollen.
  • Dienstleister und Shared-Service-Organisationen, die Compliance für mehrere Marken oder Kunden innerhalb einer Verwaltungsumgebung managen.
  • In all diesen Fällen erhalten Sie zentrale Kontrolle und lokale Trennung, statt des einen oder des anderen.

    Möchten Sie sehen, wie uComply Compliance für eine Organisation mit mehreren Bereichen handhabbar macht?

    Demo planen | Mehr über uComply